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Erfreulich! Gentech-Moratorium soll bleiben

In der neuen Botschaft zum Gentechnikgesetz schlägt der Bundesrat eine Verlängerung des Gen-tech-Moratoriums um weitere vier Jahre vor. Der Schweizer Bauernverband (SBV) unterstützt dies ausdrücklich. Das Moratorium ist die Grundlage, damit die Schweizer Landwirtschaft konse-quent gentechnikfrei bleibt und sich von Importprodukten differenzieren kann.

Der Bundesrat hat die Botschaft zum Gentechnikgesetz veröffentlicht. Darin sieht er die Verlängerung des beste-henden Gentech-Moratoriums für die Schweizer Landwirtschaft um weitere vier Jahre vor. Damit nimmt die Re-gierung ein Anliegen sowohl der Schweizer Landwirtschaft als auch der Konsumentinnen und Konsumenten auf. Im Jahr 2005 hat sich die Schweiz in einer Volksabstimmung „für Lebensmittel aus gentechnikfreier Landwirt-schaft“ ausgesprochen. Seither hat das Parlament dieses Moratorium bereits 2010, 2012 sowie 2017 verlängert. Der Schweizer Bauernverband (SBV) begrüsst den Vorschlag des Bundesrates ausdrücklich. Er hofft, dass sich auch das Parlament für eine weiterhin konsequent gentechnikfreie Landwirtschaft einsetzt. Die gentechnikfreie Produktion steht für Glaubwürdigkeit sowie hochwertige Lebensmittel und entspricht einem Konsumentenbe-dürfnis. Kein anderes Land in Europa setzt in der Landwirtschaft so konsequent auf Gentechfreiheit wie die Schweiz. In diesem Zusammenhang ist es erfreulich, dass unlängst auch die „ohne GVO“-Kennzeichnung von tie-rischen Produkten für die Schweiz geregelt wurde.

Unabhängig von der Gentech-Diskussion ist es elementar, dass der Bund die Pflanzenzüchtung und Agrarfor-schung verstärkt. National- und Ständerat haben die mit der Zustimmung zur Motion 20.3919 «Forschungs- und Züchtungs-Initiative» klar zum Ausdruck gebracht, dass es zusätzliche Ressourcen braucht, um resistente Sorten und Alternativen zum heutigen Pflanzenschutz zu finden. Der SBV erwartet vom Bund, diesen Parlamentsauftrag unverzüglich umzusetzen.

Rückfragen:
Martin Rufer, Direktor SBV, Mobile. 078 803 45 54
Barbara Steiner, Themenverantwortliche Gentechnik SBV, Mobile. 076 533 59 90
www.sbv-usp.ch

Silberstreifen am Horizont!

Ahoi,

Wir alle sitzen im selben Boot. Das Wohl unserer Passagiere und der Mitarbeitenden ist das wichtigste Gut und soll geschützt werden. Den ungebetenen blinden Passagier "Covid-19" werden wir nur los, wenn wir jetzt gemeinsam verzichten. Aus diesem Grund werden alle Sonderfahrten bis zum 31. Dezember 2020 abgesagt.

Wir bedanken uns herzlich bei Ihnen für Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis!

Es zeigt sich jedoch ein Silberstreifen am Horizont - wir können uns jetzt schon auf eine neue Schifffahrts-Saison im nächsten Jahr freuen!

Ahoi, Ihre URh-Crew

Höhere Produzentenpreise!

Die Begehrlichkeiten nach Butterimporten lassen nicht nach. Diese Knappheit muss sich nun endlich in einer substanziellen Erhöhung der Produzentenpreise niederschlagen.

Der Schweizer Bauernverband (SBV) fordert:

Importbutter darf nicht mehr unter der Marke «Die Butter» oder «Floralp» in den Verkauf gelangen. Sie ist in einer für die Konsumentinnen und Konsumenten eindeutig erkennbaren Verpackung anzubieten.

Der Anteil der A-Milch muss sofort erhöht werden. Infolge von Corona ist der Verkauf von Milch und Milchprodukten im Detailhandel stark gestiegen. Das sind mehrheitlich Produkte aus dem A-Segment. Dies muss sich nun in Form einer Erhöhung des A-Milchanteils und einer höheren Wertschöpfung bei den Produzenten niederschlagen.

Per Januar 2021 führt die Branchenorganisation Milch eine neue Preisstützung für die Eiweissverwertung ein. Diese muss es auf den gleichen Zeitpunkt erlauben, die Produzentenpreise für die A-Milch um mindestens 2 Rp./kg zu erhöhen.

Der SBV erwartet von der Milchbranche, dass diese nicht nur einfach weitere Butterimporte beantragt, sondern ihre Verantwortung wahrnimmt und endlich die Bedingungen für die Molkereimilchproduzenten verbessert.

Rückfragen:
Martin Rufer, Direktor SBV, Mobile 078 803 45 54
Michel Darbellay, Leiter Produktion, Märkte & Ökologie SBV, Mobile 078 801 16 91
www.sbv-usp.ch

Tierwohl endet nicht an der Grenze

Der Schweizer Bauernverband lehnt den Gegenvorschlag des Bundesrats zur Massentierhal-tungsinitiative ab. Dieser blendet die Importe aus, verteuert so einseitig die Schweizer Produk-tion und schwächt die verschiedenen Tierwohllabels.

Der Vorstand des Schweizer Bauernverbands (SBV) beschloss, den Gegenvorschlag des Bundesrats zur Massen-tierhaltungsinitiative abzulehnen. Obwohl die Schweiz eines der strengsten Tierschutzgesetze der Welt hat und limitierte Tierbestände bei Schweinen, Geflügel und Kälbern bereits bestehen, sieht der Gegenvorschlag massiv weiter gehende Vorgaben vor. Unter anderem sollen die heute freiwilligen Programme «Besonders tierfreundli-che Stallhaltungssysteme» und «Regelmässiger Auslauf im Freien» weitgehend obligatorisch werden. Besonders störend ist, dass für den Bundesrat das Tierwohl an der Grenze endet. Alle neuen Bestimmungen gelten nur für die inländische Produktion. Die Importe klammert er einmal mehr aus – offenbar haben ausländische Nutztiere nicht die gleichen Bedürfnisse oder Rechte. Damit verteuert er einseitig die einheimische Produktion und schwächt deren Konkurrenzfähigkeit weiter. Der Bundesrat reduziert zudem mit den vorgeschlagenen Bestim-mungen die Differenzierungsmöglichkeit für die zahlreichen existierenden Tierwohllabels. Bereits heute haben die Konsumenten die Wahl und können zusätzliches Tierwohl mit dem Kauf entsprechender Lebensmittel aktiv fördern. Für den SBV lassen sich die Vorstellungen der Regierung aus Machbarkeitsgründen auf vielen Betreiben gar nicht umsetzen.

Rückfragen:
Martin Rufer, Direktor SBV, Mobile 078 803 45 54
Michel Darbellay, Leiter Produktion, Märkte & Ökologie SBV, Mobile 078 801 16 91
www.sbv-usp.ch

Online-Benefizkonzert für den Gare de Lion

Nach dem Grosserfolg vom letzten Jahr treffen sich Jazzmusiker auch in diesem Herbst wieder zu einer OJK Jazz Jam Session im Wiler Gare de Lion. Trotz steigenden Fallzahlen wird der Event durchgeführt. Um das Übertragungsrisiko möglichst gering zu halten, kann das Publikum das Konzert ausschliesslich als Live-Stream geniessen.   

Im Ostschweizer Jazz Kollektiv (OJK) haben sich zahlreiche Jazzmusiker zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Mehrmals pro Jahr werden an verschiedenen Orten in der Ostschweiz Treffs zum gemeinsamen Musikmachen organsiert. Auch in Wil kommen Interessierte öfters in der Zwischennutzung Hof bzw. im Gare de Lion zusammen.   

Stimmung garantiert

«Nachdem das OJK an Halloween 2019 im Gare de Lion die Bühne beben liess und einen grandiosen Jazz Abend feiern durfte, fallen dieses Jahr die rauschenden Feste aus», sagt Lukas Häne, Organisator der Wiler Jazz Jam Sessions. «Der Musik und der Stimmung soll dies jedoch keinen Abbruch tun.»  

Aufgrund der gesundheitlichen und wirtschaftlichen Krisensituation durch die steigenden Pandemiefallzahlen muss die Wiler Kulturinstitution Gare de Lion bis mindestens Ende Jahr die Tore schliessen und um ihre Existenz bangen. Lukas Häne sagt: «Die OJK Jazz Jam Session war bereits seit einem Jahr geplant, und da Video- und Tonaufnahme ohnehin schon vorbereitet waren, lag die Entscheidung nahe, den Event ausschliesslich live im Internet zu übertragen.»

Handverlesene Formation

Um das Übertragungsrisiko tief zu halten, wurde der Event kurzfristig ohne Publikum geplant. Lukas Häne sagt dazu: «Um die Sicherheit der Anwesenden zu garantieren, wurden vom Initianten und Leiter des OJK Claude Diallo lediglich einige handverlesene Gastmusiker persönlich angefragt, um die Hausband mit Mathias Binswanger, Vibraphon, Ralph Hufenus, Bass, Aledin Qizmolli, Schlagzeug, und Diallo selbst am Piano zu ergänzen.» Damit ist – trotz Corona - ein Konzertabend von höchster Qualität programmiert.

Support für das Wiler Kulturleben

Der Gare de Lion kommt durch das kantonale Tanzverbot in finanzielle Schieflage, ohne Partys kann er kaum mehr Eigenmittel erwirtschaften. Da die OJK Musiker im letzten Jahr von der Gastfreundschaft des GdL dermassen angetan waren, kam Lukas Häne auf die Idee, den Live Stream in einen online Spendenanlass für den Erhalt des Gare de Lion zu verwandeln.

Lukas Häne betont: «Die Bevölkerung und besonders die Jugend der Stadt und Region Wil brauchen dieses Zeichen der Hoffnung und der Zuversicht, dass nach einem schwierigen Winter wieder der Frühling kommt und ausgiebig gefeiert, gesungen und getanzt werden darf.»

Eine bisher unveröffentlichte Videoaufnahme eines Stücks mit dem symbolträchtigen Namen «If I Should Loose You» (Wenn ich dich verlieren sollte) vermittelt einen Eindruck von den musikalischen Emotionen der letztjährigen OJK Jazz Jam Session. «Nehmen Sie sich Zeit und benutzen Sie gute Kopfhörer», empfiehlt Lukas Häne und startet einen leidenschaftlichen Aufruf: «Hören Sie rein und spenden Sie für die Zukunft der Wiler Kulturinstitution Gare de Lion!»

https://youtu.be/PrX9t18Vi3I

Kontoverbindung Gare de Lion

Konto 90-2163-8 / IBAN: CH26 8132 0000 0082 9275 6
Kulturzentrum Wil, Silostrasse 10, 9500 Wil SG

Die OJK- Jazz Jam Session findet am Freitag, 30.10.2020 ab 20 Uhr live per Stream auf www.garedelion.ch statt. Der Anlass ist sicherheitshalber ohne Besucher geplant.

Das nächste Mal gastiert das Ostschweizer Jazz Kollektiv OJK am Freitag, 7. Mai 2021 anlässlich der Kulturbühne Wil im Gare de Lion. (pd)

Therapeutische Arbeit mit Pferden auf qualifiziertem Niveau

Dem Sonderschulinternat Hemberg wurde im Rahmen einer Feier eine Qualitätsplakette für Pferdegestützte Therapie verliehen. Ehrengäste waren Alt-Bundesrat Schneider-Ammann und seine Frau Katharina.  

(pd)

Im ersten Augenblick wirkte die Szene etwas rätselhaft: Am Rand des Therapiefeldes stand ein Bub im Mittelstufenalter mit einem Musikinstrument. Ein weiterer Bub sass mit verbundenen Augen auf einem Therapiepferd. Es wurde von einer ausgebildeten Fachfrau für Pferdegestützte Therapie gemäss den Anweisungen des Reiters geführt. Dieser orientiert sich anhand der Melodie. Als er sich in der Nähe des Instrumentalisten glaubte, forderte ihn die Therapeutin zum Abnehmen der Augenbinde auf: Tatsächlich hatte er das Tier an den richtigen Platz dirigiert.  

Mit diesem Demonstrationsbeispiel wurde dem geladenen Publikum veranschaulicht, wie die pferdegestützte Therapie in der Praxis arbeitet. Laut der entsprechenden Fachorganisation wird diese folgendermassen definiert: pädagogische, psychologische, psychotherapeutische, rehabilitative und soziointegrative Einflussnahmen mittels Pferden.

Wachsen am Kontakt mit einem Lebewesen

Zielpublikum sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer Beeinträchtigung. Durch das Führen und Umsorgen des Pferdes soll der Klient ganzheitlich angesprochen werden. Durch die therapeutische Arbeit mit dem Tier wachsen das Selbstvertrauen sowie die Kommunikations- und Handlungsfähigkeit. Dieser Zuwachs kann sich positiv auf den Alltag auswirken.

Die im Sonderschulinternat Hemberg bereits länger bestehende Pferdetherapie wurde in den letzten Jahren sukzessive weiterentwickelt. Der Institution stand dabei die langjährig erfahrene Wiler Fachfrau für pferdegestützte Therapie, Gaby Bertolaso, beratend zur Seite.

Diese Optimierung sei ein zeitintensiver und anspruchsvoller Entwicklungsprozess gewesen, erfuhr das Publikum bei der Feier anlässlich der Verleihung des Qualitäts-Zertifikates.

Kein Reitunterricht

Neben dem eingangs erwähnten Beispiel waren bei der Veranstaltung weitere Ausschnitte  aus der therapeutischen Arbeit mit Kindern und Pferden zu erleben. Sie wurden von Gaby Bertolaso entsprechend erläutert und kommentiert. Sie räumte dabei mit einer verbreiteten Fehleinschätzung auf: «Bei der pferdegestützten Therapie steht nicht das Reiten lernen im Vordergrund.» Das Pferd sei vielmehr die Methode, um Fertigkeiten und Fähigkeiten zu fördern. Zentral ist dabei der Beziehungsaufbau zwischen Klient, Therapeutin und Tier.

«Nach meiner Erfahrung haben heute einzelne Kinder zunehmend Bindungsschwierigkeiten», erklärte Gaby Bertolaso. Das Pferd sei ein ideales Lebewesen, um zu lernen, eine Bindung aufzubauen. «Ein Pferd wertet nicht.». Ob man bedrückt, beschämt oder aufgewühlt ist, das Tier nimmt die Menschen vorurteilsfrei an. Mit seiner Körperwärme und seiner sanften Ausstrahlung vermittelt es Ruhe und ein Stück Geborgenheit. Allerdings müssen die entsprechenden Tiere charakterlich für die Therapietätigkeit geeignet sein.

Lob von Alt-Bundesrat Schneider-Ammann

Die Qualitätsplakette PT-CH wird von einem Freundeskreis getragen, ihm gehören auch Alt-Bundesrat Johann Schneider-Ammann und seine Frau Katharina an. In seiner Grussrede lobte der ehemalige Schweizer Wirtschaftsminister die «spürbare Passion und das Engagement» im Sonderschulinternat Hemberg. «So etwas ist nicht selbstverständlich, dafür möchte ich Danke sagen.» Er ermunterte, den eingeschlagenen Weg weiter zu beschreiten.

Stopp der grossen Konsumententäuschung!

In den letzten Wochen kam tonnenweise Butter aus der EU in die Schweiz.

Die Abmachung in der Branche war, dass die Importbutter nicht unter der Schweizer Marken wie «Die Butter» oder «Floralp» vermarktet wird.

Die Erfahrung der letzten Tage zeigt nun, dass die Verarbeiter und der Detailhandel sich nicht um diese Abmachung scheren und auch die Importware als Markenbutter verkaufen. Für die Konsumenten ist der Unterschied zur echten Schweizer Butter nur im Kleinstgedruckten zu erkennen.

Der Vorstand des Schweizer Bauernverbands verurteilt diese Buttertäuschung auf Schärfste! Er erwartet, dass die entsprechenden Firmen sich unverzüglich an ihre Zusagen halten und aufhören, die einheimischen hochwertigen Marken zu schwächen.

Sicheres Wandern durch Weiden

Wer sich richtig verhält, muss auch beim Wandern durch Weiden mit Tieren nichts befürchten.

Die Sommerferien stehen vor der Türe und das Wandern boomt. Die Schweiz verfügt über rund 65'000 Kilometer Wanderwege, einige davon führen vor allem im Berg- und Alpgebiet über Weiden.

Beim Betreten einer Weide empfiehlt sich ein möglichst ruhiges Verhalten und das grundsätzliche Verbleiben auf dem Wanderweg. Stehen Kühe auf dem Wanderweg, ist Abstand zu halten und die Tiere sind grossräumig zu umgehen. Im Allgemeinen sind Kühe neugierig und nicht gefährlich.

Besonders wenn sich Mutterkühe mit ihren Kälbern auf einer Weide befinden, ist auf ausreichend Abstand zu den Tieren zu achten. Mutterkühe schützen ihre Kälber. Auf keinen Fall sollte man sich den Jungtieren nähern oder versuchen diese anzufassen. Das Muttertier kann dies leicht als Bedrohung verstehen.

Auch Hunde nehmen Kühe als Gefahr wahr. Diese gehören deshalb an die Leine. Hund und Mensch sollten die Herde weiträumig umgehen.

Bei Drohgebärden von Kühen wie das Heben und Senken des Kopfes, Schnauben, Brüllen oder Scharren empfiehlt es sich, die Weide langsam rückwärts zu verlassen.

Und nicht vergessen: Viehgatter immer schliessen, damit die Kühe selbst nicht auf Wanderung gehen können!