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Reportagen und Eingesandtes

600 Jahre Zunft zum Grimmen Löwen

Eine Ausstellung zur Stadt- und Zunftgeschichte Diessenhofen

Ausstellung vom 03.11.2018 – 12.05. 2019
Vernissage: Freitag, 02.11. um 19:30 Uhr

Begrüssung:

  • Markus Birk, Stadtpräsident Diessenhofen
  • Willi Itel, Zunftmeister Zunft zum Grimmen Löwen

Laudatio: Helga Sandl, Direktion Museum kunst + wissen

 

 

Aus Anlass des Jubiläums der "Zunft zum Grimmen Löwen" zeigt das Museum eine Ausstellung zur Zunft- und Stadtgeschichte. Viele Zunftmitglieder prägten und prägen das gesellschaftliche, politische und auch kulturelle Leben in Diessenhofen wesentlich mit. Deshalb sind Zunft - und Stadtgeschichte eng miteinander verwoben. 

Diessenhofen zählt zu den frühesten Städtegründungen der Kyburger und damit zu den ältesten der Schweiz im Mittelalter. Die aussergewöhnliche Geschichte der Stadt wird von ihrer ersten Erwähnung im Jahr 758 über die Verleihung des Stadtrechtes bis in neuere Zeit anhand ausgewählter Exponate nachvollzogen. Die Ausstellung kann auf die fundierten Recherchen des Historikers Markus Brühlmeier sowie die umfassende Zunftgeschichte von Hermann Sieber aufbauen.
Viele lange gehütete Exponate, wie die Urkunde zur Bestätigung des Stadtrechts von 1178, die Kapitulationsurkunde von 1460, die Bestätigung des Zunftbriefs von 1418, den Ausscheidungsvertrag zwischen der Bürger- und der Ortsgemeinde von 1871 sowie andere Schätze der Zunft und der Stadtgemeinde werden erstmals im Original zu sehen sein. 

Ein Teil der Ausstellung befasst sich zudem mit bedeutenden Persönlichkeiten, die die Entwicklung von Stadt und Zunft prägten, wie dem Gründer der Zunft Johannes Truchsess (1397-1434), dem berühmten Arzt Johann Conrad Brunner (1653 - 1727), den verzweigten Familien Wegelin und Hanhart, den Künstler Carl Roesch (1884-1979) und August Schmid (1877-1955). 

Über viele Jahrhunderte hindurch, auf oftmals verschlungenen Pfaden, trotz Auseinandersetzungen und Eroberungen gelang es den Diessenhofenern bis heute ihr Stadtrecht und ihre Freiheiten zu bewahren.

Erstmals wurde die Siedlung Diessenhofen («Deozincova») mit einer Kirche im Jahr 757 urkundlich erwähnt.

Die Kyburger und später die Habsburger waren die ersten Stadtherren von Diessenhofen. Im Alltag der Diessenhofer spielten jedoch die Truchsessen eine wichtige Rolle. Sie übten im Namen der Stadtherren die Macht in Diessenhofen aus. Zur Zeit der Gründung der «Zunft zum Grimmen Löwen» fanden in Folge des Konstanzer Konzils (1414 - 1418) tiefgreifende politische Veränderungen statt. Im 14. und Anfang des 15. Jahrhunderts stand Diessenhofen unter der Herrschaft von Herzog Friedrich IV. von Habsburg-Österreich (1382 – 1439). Er verwaltete die habsburgischen Gebiete in der heutigen Schweiz. Nachdem Friedrich 1415 dem Gegenpapst Johannes XXIII. zur Flucht nach Schaffhausen verholfen hatte, erklärte König Sigismund von Luxemburg Herzog Friedrich den Reichskrieg. Zudem unterstellte er Diessenhofen direkt dem Heiligen Römischen Reich. Diessenhofen war ab 1415 freie Reichstadt.

Der Ritter Johannes Truchsess, genannt «Molli» aus dem Geschlecht derer von Hettlingen (1397 - 1434) gehörte der fünften Generation der Truchsesse in Diessenhofen an. Geschickt verstand er es auch unter der neuen Führung seine Position und seine Rechte in Diessenhofen für sich und seine Nachkommen zu sichern.

In Diessenhofen gab es zu dieser Zeit bereits eine Trinkstube, die sogenannte «Herrenstube». Die Mitglieder kamen vor allem aus der Oberschicht, dem Adel und den wohlhabenden Bürgern. Wann sie ins Leben gerufen wurde, ist nicht bekannt. Um 1418 spaltete sich die «Zunft zum Grimmen Löwen» von der «Herrenstube» um den adligen Truchsess «Molli» ab. Die Gründe für diese Abspaltung sind nur eine von vielen Geschichten, denen in der Ausstellung nachgegangen wird.

Sonderveranstaltungen

u.a.

  • Neujahrsapéro Sonntag, 20. Januar 2019 11:00 Uhr
  • „Von Zunft zu Zunft“ Donnerstag, 14. Feb 19: 00 Uhr

Öffnungszeiten

SA 15- 18 Uhr
SO 14 – 18 Uhr

Museum kunst + wissen Diessenhofen
Museumsgasse 11
8253 Diessenhofen

Führungen nach Vereinbarung

Die Eigeninteressen von economiesuisse

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 16. Oktober 2018

Bald gibt es mehr Landwirtschaftsexperten als Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz. Nach Avenir Suisse hat auch die economiesuisse eine Studie zur Zukunft der Agrar- und landwirtschaftlichen Aussenhandelspolitik herausgegeben. Ihr Rezept dient vor allen ihren eigenen Interessen: Den Grenzschutz für Landwirtschaftsprodukte abbauen. Sprich die Landwirtschaft soll die Rechnung dafür bezahlen, dass andere Branchen vermeintlich bessere Exportchancen bekommen. Und das in einem Land, das bereits zu den grössten Nettoimporteuren der Welt bei Lebensmitteln gehört. Das einseitige Verfolgen nur einzelner Interessen ist für den Schweizer Bauernverband (SBV) und die einheimischen Bauernfamilien nicht akzeptabel. Der Grenzschutz ist für sie eine der wichtigsten und wirkungsvollsten agrarpolitischen Massnahmen. Eine Schwächung ist nicht angebracht, das hat auch die Wirtschaftskommission des Nationalrates in ihrem Brief an den Bundesrat bezüglich eines Freihandelsabkommens mit den USA festgehalten. 

Die aktuelle Agrarreform 2014-17 befindet sich erst im fünften Jahr. Statt einem erneuten kompletten Umbau des Systems brauchen die Bauernfamilien nun Stabilität und Verlässlichkeit. Der Vorschlag von economiesuisse, ein grosser Teil der Aufgaben auf die Kantone zu verlagern, würde zu einem massiv höheren administrativen Aufwand, einer unnötigen Verkomplizierung des Systems und einer Ungleichbehandlung  der Betriebe führen. Dies ist nicht zielführend. Wir brauchen im Gegenteil: Eine administrative Entlastung auf Stufe der Landwirtschaft und der Kantone.

Der SBV ist erstaunt darüber, dass sich die economiesuisse lieber um Landwirtschaftsthemen statt um die grossen Themen wie beispielsweise Unternehmenssteuerreform kümmert, welche die Wirtschaft bewegen.

Rückfragen:
Markus Ritter, Präsident Schweizer Bauernverband, Mobile 079 300 56 93
Jacques Bourgeois, Direktor Schweizer Bauernverband, Mobile 079 219 32 33
Francis Egger, Leiter Wirtschaft, Bildung & Internationales Schweizer Bauernverband, Mobile 079 280 69 66
www.sbv-usp.ch


HAI-LIFE
das Leben aus der Sicht eines Hais...

Wir alle wissen mittlerweile, Haie sind einzigartig und für die marinen Ökosysteme unersetzlich. Trotzdem werden sie unerbittlich gejagt, als Monster dargestellt und von den meisten Menschen missverstanden.

Aber habt ihr euch schon einmal gefragt, was es eigentlich bedeutet, ein Hai zu sein?

Wo wächst er auf? Was tut er wenn er erwachsen ist? Wo lebt er? Welche Probleme begleiten ihn im Alltag? Ist er ständig auf Futtersuche? Hängt er mit Hai-Freunden rum? Tut er auch einfach mal nichts? Was treibt seine Neugier an?

Und nicht zuletzt: Warum hat er Angst vor uns Menschen?

All dies und vieles mehr erfahrt ihr in diesem spannenden Multi-Media-Vortrag des bekannten Schweizer Haiforschers Dr. Erich Ritter sowie Andy Dellios.

Eine Veranstaltung von Shark School, WIRO Dive Tauchreisen und Sunshine Divers.

CUENDET KUNSTGALERIE
Neu eingelieferte Kunstwerke
zum Verkauf

 

(Bild Karl Uelliger) "Vor Winteranfang" ist das kleine Aquarell (13 x 20 cm) von Karl Uelliger (1914 - 1993) betitelt.
Winterlich anmutende Bäume in zartem Blau, eine Sonne kurz vor Sonnenuntergang und ein urtümliches Tierwesen auf der linken Seite des Blattes. Auf der Erde ruht der erste Schnee.
Insgesamt eine sehr intime und stimmungsvolle Komposition. Karl Uelliger wurde in Saanen als fünftes von sieben Kindern geboren. Er wächst unter ärmlichen Verhältnissen als Verdingbub auf.
Die Begabung für die Malerei zeigt sich schon in seiner Jugend. Er wird aber nicht gefördert. Später arbeitet er als Holzfäller, Senn oder Gelegenheitsarbeiter. 1950 heiratet er Hanna Montfort aus Freiburg i. Br. Sie ermöglicht ihm die Zuwendung zur Malerei durch die Annahme einer Anstellung im St. Galler Rheintal. Es folgen erste Ausstellungen. 1968 erwirbt das Paar ein altes Bauernhaus in Dicken, dessen Fassade, Wände und Mobiliar Karl Uelliger als Gesamtkunstwerk mit Malereien verziert. 1993 stirbt er unerwartet knapp 80 jährig.

(Bild Ferdinand Gehr) Der in Niederglatt SG geborene Ostschweizer Künstler Ferdinand Gehr (1896-1996) gehört zu den bedeutendsten Meistern der Sakralkunst des 20. Jh. in der Schweiz. Er arbeitete zuerst als Stickereizeichner, besuchte dann die Kunstgewerbeschule und absolvierte diverse Studienaufenthalte im Ausland. Er lebte in Altstätten SG und starb im Alter von 99 Jahren. Bekannt wurde er auch für seine Blumenaquarelle und seine Farbholzschnitte. Der dargestellte Holzschnitt auf Japanpapier (17 x 24 cm) zeigt eine Blumenkomposition vermutlich mit Geranien.

(Bild Hans Schoellhorn) Hans Schoellhorn wurde 1892 in Winterthur geboren. Schon früh galt seine Leidenschaft der Kunst, was von seinem Vater, damaliger Besitzer der Brauerei Haldengut, nicht gerne gesehen war. Dennoch konnte er am Technikum Gebrauchsgrafik studieren. Aufgrund seines Erfolges erhielt er Gelegenheit sein Studium an der École des beaux arts in Genf weiter zu führen. Diese Stadt wurde ihm zur zweiten Heimat. Er pflegte dort den Umgang mit Genfer Künstlern wie Barraud und Vautier. Er wurde unter anderem bekannt durch seine lebendigen Zirkusdarstellungen und seine Bewunderung für Artisten, Clowns und SeiltänzerInnen. Er selbst folgte im eigenen Wohnwagen dem Zirkus Knie auf seiner Tournee durch die Schweiz. Er verstarb 1982 in Winterthur.Das dargestellte Aquarell (13.5 x 19 cm) zeigt einen Clown während der nächtlichen Darstellung im Park. Die Ausstattung des kleinen Zirkus wirkt etwas improvisiert. Nur wenige Zuschauer folgen dem Spektakel.

(Bild Henri Schmid) Der 1924 geborene Winterthurer Künstler Henri Schmid machte eine Ausbildung als Lithograph und Grafiker, kehre jedoch diesem Beruf bald den Rücken, und schlug die Laufbahn des freien Künstlers ein. Obwohl er Winterthur zeitlebens treu blieb und auch lange als Präsident der Künstlergruppe Winterthur amtete, war er häufig auf Reisen u.a. in Südfrankreich, Spanien und Nordafrika. Er erhielt viele Auszeichnungen für sein reiches Werk. Henri Schmid verstarb 2009 in Winterthur.
Zu den von Henri Schmid bevorzugten Gegenden gehörte auch das Tösstal, welches Gegenstand des dargestellten Aquarells (57 x 68 cm) ist. Im Vordergrund weiden einige Kühe. Im Hintergrund hinter den weitläufigen Hügeln sind die Glarner Alpen zu erkennen.


Rundfahrten und Saisonverlängerung bis Ende Oktober

Medienmitteilung vom 27. September 2018

Den goldenen Herbst vom Wasser aus bestaunen: Bis 14. Oktober 2018 täglich und an den Wochenenden vom 20./21. sowie 27./28. Oktober 2018 möglich. Ab November stehen kulinarische Themenschiffe auf dem Programm: Vom Sonntagsbraten über den Brunch bis zum Fondue-Plausch an Bord.

regionales-ostschweiz.ch - URH

Die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) bietet bis 14. Oktober 2018 tägliche Rundfahrten zwischen Kreuzlingen und Stein am Rhein sowie zwischen Schaffhausen und Diessenhofen an.

NEU: Saisonverlängerung auf dem Rhein
Um den traumhaften Herbst am Rhein zu feiern, führt die URh an den Wochenenden vom 20./21. und 27./28. Oktober 2018 Rhein-Rundfahrten durch. Jeweils samstags und sonntags um 11.10 Uhr und 13.18 Uhr legt das Kursschiff in Schaffhausen ab. Auf der rund 1,5 stündigen Rundfahrt werden auch kulinarische Grüsse aus der Kombüse serviert. Unser Tipp: Schifffahrt von Schaffhausen nach Diessenhofen und dem Rhein entlang zurückwandern.

Kulinarische Themenschiffe - immer sonntags
Ab November und bis April locken die kulinarischen Themenschiffe zu einem sonntäglichen Ausflug auf den Rhein oder Untersee. Immer am ersten Sonntag im Monat kreuzt das Brunch-Schiff auf Untersee und Rhein. Bei Sonntagsbraten nach Omas Art wird der zweite Sonntag im Monat zum entspannten Familienausflug. Und jeden Monat am dritten Sonntag ziehen die Gäste die Fäden: Fondue-Zeit an Bord.

Alle aktuellen Informationen: www.urh.ch
Medienkontakt
Remo Rey, Geschäftsführer, Tel. 052 634 08 80, remo.rey@urh.ch

Spezial-Fahrplan

Infolge Niedrigwasser: Streckenunterbruch zwischen
Stein am Rhein - Diessenhofen
Rundfahrten: Schaffhausen - Diessenhofen
gültig täglich 1. - 14. Oktober
sowie 20.1, 21. und 27., 28. Oktober 2018

regionales-ostschweiz.ch - URH

Rundfahrt Kreuzlingen - Stein am Rhein
gültig täglich 1. - 14. Oktober 2018

 

regionales-ostschweiz.ch - URH

Weitere Auskunft
T +41 52 634 08 88, www.urh.ch, info@urh.ch
Vielen Dank für Ihr Verständnis. Wir wünschen Ihnen einen vergnüglichen Ausflug
auf dem Untersee und Rhein. Ihre URh-Crew


Parolen zur Hornkuh‐ und Zersiede­lungsinitiative sowie Future 3.0

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 21. September 2018

Die Landwirtschaftskammer setzte sich an ihrer Sitzung eingehend mit den anstehenden Volksinitiativen auseinander. Sie beschloss Stimmfreigabe für die Hornkuh‐Initiative. Die Zersiedelungsinitiative und die Initiative „für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide“ hingegen lehnte sie ab. Für letztere spricht sie sich auch gegen einen allfälligen Gegenvorschlag aus.

regionales-ostschweiz.ch - Hornkuh

Die Landwirtschaftskammer (LAKA) – das Parlament des Schweizer Bauernverbands – diskutierte heute die Vorund Nachteile der Volksinitiative „für die Würde der landwirtschaftlichen Nutztiere (Hornkuh‐Initiative)“ und beschloss Stimmfreigabe für den 25. November. Mit der Initiative streben die Initianten an, dass der Bund künftig für horntragende Nutztiere Direktzahlungen ausrichtet. Die Hornkuh‐Initiative ist somit vor allem eine finanzpolitische Vorlage. Damit bei einer Annahme keine Mittelkürzungen in anderen Bereichen nötig sind, fordert die LAKA, die Finanzierung über Mittel ausserhalb des heutigen Zahlungsrahmens sicherzustellen.

Ebenso befasste sich die LAKA mit den beiden Initiativen „Zersiedelung stoppen – für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung“ (Zersiedelungs­initiative) und „für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide“ (Future 3.0). Die Versammlung lehnte die Zersiedelungsinitiative ab. Zwar teilt sie grundsätzlich das Anliegen der Initianten, das Kulturland besser zu schützen. Die Initiative verlangt jedoch ein absolutes Einzonungsverbot, was der LAKA zu radikal ist und der Realität nicht gerecht wird. Ebenso sei die vorgesehene Abgrenzung zwischen bodenabhängiger und boden­unabhängiger Landwirtschaft inakzeptabel. Auch die Initiative „für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide“ stiess auf wenig Gehör. Die LAKA beschloss, diese ebenfalls abzulehnen und sprach sich zudem auch gegen einen allfälligen Gegenvorschlag aus. Die Versammlung anerkennt die Herausforderungen – der nationale Aktionsplan Pflanzenschutzmittel ist aus ihrer Sicht die adäquate Antwort darauf. Der Aktionsplan umfasst 51 Massnahmen, die zu einer Reduktion der mit dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verbundenen Risiken führen wird. Die Initiative oder ein Gegenvorschlag sind daher in Analogie zur Trinkwasser‐Initiative nicht nötig.

Rückfragen:
Markus Ritter, Präsident SBV, Mobile 079 300 56 93
Jacques Bourgeois, Direktor SBV, Mobile 079 219 32 33
Martin Rufer, Leiter Produktion & Märkte beim SBV, Mobile 078 803 45 54
www.sbv‐usp.ch

Die Landwirtschaft räumt auf!

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 14. September 2018

Am 14. und 15. September ist mit den nationalen Clean‐up‐Days wiederum Aufräumen und Sensibilisieren für eine korrekte Abfallentsorgung angesagt. Die Mitarbeitenden des Schweizer Bauernverbands und der Agrisano gingen heute mit gutem Beispiel voran. Denn Abfall in Wiesen und Weiden sind für die Bauernfamilien ein grosses Problem.

regionales-ostschweiz.ch - MüllHeute und morgen sind die von der Interessengemeinschaft saubere Umwelt (IGSU) ins Leben gerufene Clean up‐Days. Die Mitarbeitenden des Schweizer Bauernverbands und der Agrisano‐Unternehmungen gingen ebenfalls auf die Strasse und lasen auf Wiesen und Feldern in der Region Abfall zusammen. In verschiedenen Kantonen führen kantonale Bauernverbände weitere Aufräum‐ oder Sensibilisierungsaktionen durch.

Abfall stört – überall ausser im Abfalleimer!

Diese Botschaft möchten die Bäuerinnen und Bauern mithelfen zu vermitteln.

Gedankenlos weggeworfene Abfälle – das so genannte Littering – entlang von viel benutzten Strassen und Wegen machen den Bauernfamilien das Leben schwer. Sackweise müssen sie leere Getränke‐, Essens‐ oder Zigarettenpackungen zusammenlesen, bevor sie ihre Wiesen mähen oder ihre Felder ernten können. Das Einsammeln erfordert nicht nur viel Zeit, herumliegender Abfall birgt weitere Gefahren: Harte Fremdkörper in Kulturen, die als Tierfutter oder Einstreu genutzt werden, gefährden die Tiergesundheit und machen die Maschinen kaputt.

Deshalb lancierte der Schweizer Bauernverband (SBV) in Zusammenarbeit mit der IGSU eine Sensibilisierungskampagne mit verschiedenen Tafeln, einem Plakat und einer Minibroschüre zum Verhalten im ländlichen Raum.

Rückfragen:
Sandra Helfenstein, Co‐Leiterin Kommunikation, Schweizer Bauernverband, Mobile 079 826 89 75
Patrik Hasler‐Olbrych, Leiter Marketing & Kommunikation, Agrisano‐Unternehmungen, Tel. 056 461 71 12
www.sbv‐usp.ch


Fertig mit Palmöl im Tierfutter!

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 12. September 2018

Der Schweizer Bauernverband hat in seinem Qualitäts­siche­rungs­programm QM-Schweizer Fleisch die Verwendung von Palmöl im Nutztierfutter verboten. Nun sind die Lebensmittelindustrie und das Parlament gefordert, ebenfalls Verantwortung zu übernehmen.

In einer breiten Koalition kämpft der Schweizer Bauernverband (SBV) seit längerem gegen die wachsenden Palmölimporte. Vor gut einem Jahr beschlossen deshalb die Vertreter der Branche, das in vielen Kraftfuttermischungen als Pflanzenfett deklariertes Palmöl zu eliminieren. Entsprechend suchten sie das Gespräch mit den Mischfutterherstellern. Diese bekannten sich dazu, bis Ende Jahr 2017 das umstrittene Palmöl in den Futtermischungen durch andere Futterkomponenten zu ersetzen.

Die Forderung wurde in den meisten Fällen sehr gut umgesetzt, Restmengen kamen aber weiter zum Einsatz. Um auch das letzte Palmöl aus dem Nutztierfutter zu verbannen, hat QM-Schweizer Fleisch – das Basis-Qualitätssicherungsprogramm der Schweizer Nutztierproduktion – beschlossen, die Verwendung von Palmöl im Nutztierfutter in ihrer Richtlinie zu verbieten.

Die Schweizer Landwirtschaft will mit gutem Vorbild vorangehen. Nun sind die Lebensmittelindustrie und die Politik gefordert. Denn in den Verarbeitungsprodukten für den menschlichen Verzehr steckt nach wie vor sehr viel Palmöl.

Palmöl-Koalition fordert Politik auf, Verantwortung zu übernehmen!

Der Palmölanbau ist erwiesenermassen mit enormen negativen Auswirkungen auf die Natur und die Bauernfamilien vor Ort verbunden: Grossflächige Urwaldzerstörung, schwindende Lebensräume für Orang-Utans, vertriebene Landbevölkerung.

Das bringt riesige Profite für eine Handvoll Grosskonzerne. Fazit: Die Landwirtschaft kann über den Markt ihr Möglichstes tun, um Palmölimporte zu vermindern. Für die Trendwende braucht es aber auch die Politik.

Die Motion Grin, die den Ausschluss von Palmöl aus den Freihandelsverhandlungen mit Malaysia verlangt, stiess im Nationalrat mit 80% von links bis rechts auf grosse Unterstützung. In der aussenpolitischen Kommission des Ständerats hingegen, war von verantwortungsvollem Handeln wenig zu spüren. Ihre Ersatzmotion klingt verlockend, ist aber ein fauler Kompromiss. Deshalb fordert die Palmöl-Koalition den Ständerat mit einer Petition auf, am 25. September die Motion Grin zu unterstützen und sicherzustellen, dass die Schweiz ein echtes Zeichen setzt.

Denn eine Zollreduktion auf Palmöl, wie sie Malaysia und Indonesien von der Schweiz verlangen, bringt weitere Regenwaldzerstörung durch immer neue und grössere Plantagen.

Handelsabkommen ok, aber nicht um jeden Preis!

Rückfragen:
Martin Rufer, Leiter Produktion, Märkte & Ökologie, Mobile 078 803 45 54
Daniel Albiez, Leiter Agriquali, Tel. 056 462 52 22
Beat Röösli, Leiter Internationales, Mobile 079 768 05 45
www.sbv-usp.ch

Podiumsgespräch „Sind die Weichen im Wiler Kulturleben richtig gestellt?“

Entwickelt sich das Wiler Kulturleben in einem lebendigen Biotop oder eher auf einem spröden Holzboden? Ein kontroverses Podiumsgespräch mit einiger Brisanz will Klärung bringen und neue Perspektiven öffnen. 

Das Kulturleben in der Region Wil ist vielfältig: die Palette reicht vom Classic Openair über die Stadttambouren bis zu den regelmässigen Provokationen des Künstlerkollektivs Ohm 41, um nur einige Beispiele zu nennen. Kulturanlässe bringen die Menschen in Kontakt; in Proben von Chören, an Chällertheater-Aufführungen sowie an Vernissagen werden neue Kontakte geknüpft und bestehende gepflegt.

In einer zunehmend durchmischten Einwohnerschaft üben Kulturveranstaltungen Klammerfunktion für den gesellschaftlichen Zusammenhalt aus; sie leisten einen Beitrag gegen die Anonymisierung. Und sie tragen zur Attraktivität, zur Lebensqualität und zum unverwechselbaren Charakter einer Region bei.  

Orte zu der kreativen Entfaltung

Damit gehaltvolle Kultur entstehen kann, braucht es nicht nur kreative Inspiration, die Bands, die Orchester und die Theaterschaffenden benötigen erschwingliche Proberäume, Ateliers und Ausstellungsorte. Wie steht es damit in der Region Wil? Genügt das Angebot? Werden die finanziellen Fördermittel seitens der öffentlichen Hand zweckmässig investiert? Wird von den Behörden zu viel Geld in die Kulturverwaltung statt in die -förderung eingesetzt? Wird dem städtischen Kulturkonzept nachgelebt? Oder ist es ein wohlformulierter Papiertiger mit geringer Bedeutung für die Kulturpraxis?

Braucht es eher eine systematische oder eher eine punktuelle Kulturförderung? Sollen vermehrt fruchtbare Synergien zwischen Gewerbe und Kulturschaffenden angeregt werden? Wie dringend ist Handlungsbedarf bei der Liegenschaft Turm als Kulturstätte? Wäre eine kreative Zwischennutzung sinnvoll?

Hat die Region Wil kulturelle Leuchttürme, die ihr im Standortwettbewerb ein eigenständiges Profil verleihen? Ein kontroverses Podiumsgespräch will Antworten auf derartige Fragen liefern. Zusätzlich zu den Voten der Experten sind Diskussionsbeiträge aus dem Publikum willkommen.  

Vielfältige Podiumsgäste 

Teilnehmende sind: Stefan Kreier, Künstlerkollektiv Ohm41; Florence Leonetti, Leiterin Tonhalle Wil; Walter Dönni, Präsident Bühne70; Ruedi Schär, Ortsbürgergemeinde Wil, städtische Kulturkommission; Michael Sarbach, Gare de Lion/Präsident Kulturverein SoundSofa

Zum Auftakt für das Podiumsgespräch wird Christof Stillhard, Leiter des Frauenfelder Amtes für Kultur in einem Imputreferat die kulturelle Situation in der  Thurgauer Hauptstadt erläutern und damit in der nachfolgenden Diskussion einen Vergleich mit einer Stadt von ähnlicher Grösse ermöglichen.  

Das Podiumsgespräch wird von Hans Suter, Redaktionsleiter der Wiler Zeitung, moderiert. Das Patronat übernimmt Thurkultur; deren Präsident, David Zimmermann, wird einige einführende Worte sprechen.     

Montag, 24. September 2018; Beginn 19.30 Uhr; Dachgeschoss des Hof zu Wil; Eintritt frei  

Adrian Zeller Journalist Wil


Medienmitteilung vom Donnerstag, 6. September 2018

Fahrplanwechsel am 10. September 2018:

Zusätzliche Rundfahrten ab Schaffhausen,
Normalbetrieb zwischen Stein am Rhein und Konstanz/Kreuzlingen
und weiterhin Niedrigwasser im Rhein

Ab Montag, 10. September 2018, gilt der Herbstfahrplan der Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh). Während auf der Strecke zwischen Stein am Rhein und Konstanz/Kreuzlingen das Angebot gemäss Fahrplan angeboten werden kann, kommen zwischen Schaffhausen und Diessenhofen Rundkurse zum Einsatz.

Tägliche Mittagsrundfahrt ab Schaffhausen - neu im Herbstfahrplan

Neu bietet die URh täglich vier Rundfahrten ab Schaffhausen nach Diessenhofen und retour an. Insbesondere die Rundfahrt mit Abfahrt um 11.10 Uhr ab Schaffhausen ist ein Zusatzangebot, welches sonst im Herbstfahrplan nicht angeboten wird. Einer gemütlichen Lunch-Rundfahrt mit Genüssen aus der Kombüse steht nichts im Wege.

regionales-ostschweiz.ch - © Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein

Ausserordentlich lange Streckensperrung

Bereits seit 23. Juli 2018 müssen die Gäste der URh mit der Streckensperrung zwischen Stein am Rhein und Diessenhofen leben. Wobei alle Landestellen der URh immer bedient werden konnten. Die rund 1,5-stündigen Rundfahrten ab Schaffhausen finden grossen Anklang. Auf dem Untersee ist der Schifffahrtsgenuss uneingeschränkt möglich. Wie lange der Wasserstand auf diesem tiefen Niveau verharren wird, ist schwer abschätzbar. Insgesamt verzeichnet die URh per 31. August 2018 einen Passagierrückgang von rund 10% gegenüber Vorjahr. Dies wird mit den Hitzetagen Ende Juli und Anfangs August sowie der Streckensperrung, bzw. dem zu tiefen Wasserstand für den Schiffsbetrieb im Rhein, begründet.

Aktuelle Informationen zum Fahrplan: www.urh.ch
Weitere Auskünfte: Tel. +41 52 634 08 88

Medienkontakt
Remo Rey, Geschäftsführer, Tel. +41 52 634 08 80, remo.rey(at)urh.ch

In Wil den Patriotismus gestärkt

Am Vorabend des zweiten Weltkrieges beschlossen Politiker auf eidgenössischer Ebene, dass im Schweizer Volk der Widerstand gegen die braune Gehirnwäsche zu stärken sei. Dabei setzten sie auch auf die Leinwand als wirkungsvolles Instrument. In der Äbtestadt fanden die Zürcher Filmleute das passende Dekor für ihre Schlüsselproduktion. Der seinerzeit auf dem Hofplatz gedrehte Film gilt heute als wichtiges Zeitdokument.

Helle Aufregung im Coiffeursalon Wiederkehr an der Wiler Marktgasse. Ein Kunde liest ein Flugblatt mit einer Schreckensnachricht vor: „Allgemeine Mobilmachung  der Schweizerischen Armee für morgen Vormittag.“ Aufgeregt werden die Köpfe zusammengestreckt. Verzweifelt fragt ein dürrer Herr mit eingeseiftem Kinn: „Was muss man auch machen?! Was wird auch aus mir?!“

Die dramatischen Eingangsszenen für `Füsilier Wipf` wurden in einem Studio gedreht. Durch geschickten Zusammenschnitt mit den Aussenaufnahmen entsteht der Eindruck, sie würden in der Ladenpassage unweit des Hofes spielen. Aufnahmen über die Dächer der Altstadt unterstreichen den Eindruck.

Erste Garde des Schweizer Films

Damals sehr bekannte Charakterdarsteller wie Zarli Carigiet, Sigfrit Steiner, Alfred Rasser, Elsi Attenhofer, Lisa della Casa und Emil Hegetschwiler agierten vor der Kamera. Letzterer spielte den etwas knorrigen Inhaber des fiktiven Wiler Haarfachgeschäfts. Sein junger Gehilfe namens Reinhold Wipf, verkörpert von Paul Hubschmid, ist die Hauptfigur im Film. Mit diesem Auftritt schaffte der Aargauer seinen Durchbruch für die internationale Karriere.

Im Verlauf der Handlung entwickelt er sich vom etwas linkisch wirkenden und verweichlichten Jüngling zu einem bodenständigen Mann und senkrechten Schweizer. Für diesen Reifeschub sorgte sein Einsatz im Militär während der Grenzbesetzung von 1914-18 in verschiedenen Landesgegenden. Sein väterlicher Mentor war dabei sein Dienstkamerad Leu, gespielt von Heinrich Gretler.

Publikumsmagnet

Der Film mit dem vollständigen Titel `Füsilier Wipf. Aus der schweizerischen Grenzbesetzung 1914/1918` traf 1938 den Nerv der Zeit. Innerhalb eines Jahres hatte ihn jeder dritte Schweizer Einwohner gesehen. An der Landi 1939 wurde er zum Aushängeschild.

Angesichts der immer unverschämteren Drohgebärden der Braunhemden jenseits von Bodensee und Rhein, blickten viele Schweizerinnen und Schweizer sorgenvoll in Zukunft. `Füsilier Wipf` gab ihnen die Gewissheit, dass sich Widerstand lohnt.  

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Identität fördern  

Um dem penetranten Herrenrasse- Geschwätz und dem zunehmenden Säbelrasseln etwas entgegenzusetzen, rief das nationale Parlament eine mentale Gegenbewegung ins Leben: die geistige Landesverteidigung.  Sie sollte den Willen zur Selbstbestimmung, zur Wehrhaftigkeit sowie der Pflege der eigenen Werte und Bräuche in der Schweizer Bevölkerung fördern.

Immerhin gab es damals in der Schweiz verschiedene Bewegungen, die Nazi-Propaganda betrieben. Beispielweise waren bei der `Nationalen Front`
750 Mitglieder eingetragen. Wie viele stille Sympathisanten die „Fröntler“ hatten, ist unbekannt. Historiker nehmen heute an, dass das totalitäre Gedankengut auch in bürgerlichen Parteien immer mehr Fuss fasste.

Einige Eidgenossen meldeten sich als Freiwillige zur SS. Und es wurden von Schweizern militärische Geheimnisse an Nazi-Deutschland verraten.
17 verurteilte  Landesverräter wurden exekutiert. Der St. Galler Ernst S., der durch einen Film von Niklaus Meienberg besondere Bekanntheit erlangte, wurde am 11.11.1942 zwischen Oberuzwil und Jonschwil hingerichtet.     

Verschiedene Gelehrte, Schriftsteller und Politiker waren ursprünglich die Initianten der sogenannten geistigen Landesverteidigung, die bis in den kalten Krieg aktiv war.

Bewegende Bilder

Als das Fernsehen noch unbekannt war, konnte man die Köpfe und die Herzen der Menschen mit Kinofilmen besonders wirkungsvoll erreichen. Starke Charaktere und eindrückliche Aufnahmen aus der Walliser Bergewelt sowie von den jurassischen Wäldern und den Tessiner Seen verfehlten ihre emotionale Wirkung in `Füsilier Wipf` nicht.

Gleichzeitig veranschaulichte das bis anhin beschauliche Leben in der kleinstädtischen Gemeinschaft die Schweizer Identität, die von der Wehrmacht akut bedroht schien. Am Wiler Goldenen Boden vor  dem trutzig wirkenden Hof fanden die Zürcher Filmleute die ideale Kulisse um sie kameragerecht ins Bild zu setzen.

Eine in die Handlung eingeflochtene Liebesgeschichte steigerte die Wirkung des Films. Während Reinhold Wipf anfänglich mit der etwas schwärmerischen und unreifen Tochter seines Meisters verlobt ist, findet er im Finale in einer währschaften Bauerntochter (Lisa della Casa) seine grosse Liebe.      

Schlüsselfilm

Mit der Produktion `Füsilier Wipf` wurde in den Schweizern Selbstvertrauen, Gemeinschaftssinn und Widerstandswillen gestärkt. Nach dem grossen Publikumserfolg produzierte die Praesens-Film 1941 die weiteren Werke `Landmann Stauffacher` sowie `Gilberte de Courgenay`, deren Botschaft in die gleiche Richtung zielt.  

Sie alle gelten heute als Klassiker der Schweizer Filmgeschichte, Fachleute zählen `Füsilier Wipf`  zu den Schlüsselfilmen der geistigen Landesverteidigung. Er gibt nachfolgenden Generationen einen Eindruck vom damaligen Zeitgeist.

Noch immer wird er in Retrospektiven gezeigt, so etwa 2016 im Cinema Luna in Frauenfeld.

Der Film ist auch als DVD im Handel erhältlich.

Bewährte Fachleute

In Frauenfeld ist beim Verlag Huber 1917 die Grundlage für das Filmdrehbuch erschienen. Autor der gleichnamigen Novelle war der Zürcher Schriftsteller und Gymnasiallehrer Robert Faesi (1883-1972. Die Filmregie führte der aus Wien geflohene Jude Leopold Lindtberg, der als Regisseur am Zürcher Schauspielhaus wirkte. Als Co-Regisseur wurde Hermann Haller engagiert. Der Zürcher hatte seine theoretischen und praktischen Filmkenntnisse in Deutschland erworben. Er wirkte beispielsweise am bis heute bekannten Bergdrama `Weisse Hölle am Piz Palü` mit. Der bildstarke Stummfilm kam 1929 in die Kinos, wo er das Publikum in Massen anzog.

Während der Nazizeit kehrte Haller in die Schweiz zurück.
Nach Kriegsende setzte er seine Filmkarriere in Deutschland fort und wirkte an Karl May- und Edgar Wallace-Verfilmungen mit. Haller wurde als erfahrener Experte technisch wenig versierten Regisseuren an die Seite gestellt. So dürfte er auch den kaum filmerfahrenen Lindtberg beratend  unterstützt haben.   

Adrian Zeller Journalist Will

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Das Wiler Impuls Forum will einen breiteren Blick auf die Welt ermöglichen

Im September startet das Wiler Impuls Forum im Cinewil in sein zweites Jahr. Seit seinen Anfängen stösst es beim Publikum auf stetig wachsendes Interesse. Im kommenden Jahr sollen auch die Berufstätigen vermehrt Gelegenheit zum Besuch der Referate haben.

„Unsere Veranstaltungen finden vor allem am Montagmorgen statt“, erzählt Hanspeter Körner. „Damit sprechen wir vor allem ein Publikum 60 plus an. Um Wünschen von Besuchern entgegen zu kommen, bieten wir im kommenden Jahr vier Referate speziell am Abend für Berufstätige an.“ Zu den Vortragenden gehören der Theologe Eugen Drewermann, der Wirtschaftspublizist Beat Kappeler, der Journalist Erich Gysling sowie der Sachbuchautor Erich von Däniken.

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Ursprünge in Vorarlberg

„Wir wollen den Gästen mit dem Impuls Forum einen bunten Strauss an Themen präsentieren“, betont Hanspeter Körner, der zusammen mit Willy Hollenstein das Impuls Forum Ende 2016 gegründet hat. „Wir sind Nachbarn, beide Unternehmensberater und haben beruflich zusammen schon verschiedene Projekte realisiert.“ Diese Kooperation war die Basis für die Zusammenarbeit beim Impuls Forum.

Die Idee stammt ursprünglich aus Dornbirn, wo ein derartiges Forum mehrere hundert Zuhörende an die Veranstaltungen lockt. Obwohl in Wil die Zahl der Gäste bereits innerhalb des ersten Jahres deutlich zugenommen hat, will die Veranstaltungsreihe gemäss Hanspeter Körner weiterwachsen.

Auch ein Ort der Begegnung

„Wir wollen Referentinnen und Referenten nach Wil bringen, die einen ungewohnten und auch provozierenden Blick auf die Welt bieten. Dabei bedeutet für uns provozieren ausdrücklich nicht poltern“, hält der studierte Politologe fest. Es gehe vielmehr um Perspektiven etwas ausserhalb der gängigen Ansichten. Die Referate sollen ein möglichst breites Publikum ansprechen, ein elitärer Zirkel soll sich ausdrücklich nicht herausbilden, hält der 44-Jährige fest. „Wir wollen auch ein Ort der zwischenmenschlichen Begegnung sowie ein fixer Teil des Kulturlebens in der Region Wil sein.“

Weitere Sponsoren gefunden

Ein Geschäft sei das Impuls Forum nicht. „Willy Hollenstein und ich arbeiten ehrenamtlich. Für das Marketing in den Printmedien, per Post und Internet haben wir Sponsoren gefunden. Mittlerweile sind glücklicherweise weitere hinzugekommen.“ Die Kosten für die Referenten sollen durch die Eintritte gedeckt werden.

Das Herbstprogramm startet am Freitag, 7. September mit Dr. Daniele Ganser zum Thema „Der globale Kampf um Erdöl und Erdgas. Warum wir die Energiewende brauchen.“ Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Cinewil. Tickets können über www.impuls-forum.ch gebucht werden.

 

Hanspeter Körner und Willy Hollenstein
31.08.2018 Adrian Zeller Journalist Wil

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Forschung ist wichtiger denn je: Nein zu den Abbauplänen!

Der Bundesrat will bei der landwirtschaftlichen Forschung 40 Millionen Franken sparen und diese damit empfindlich schwächen. Dies in einer Zeit, in der die Landwirtschaft so stark wie nie zuvor auf diese angewiesen ist, um die zahlreichen Herausforderungen zu meistern. Für den Schweizer Bauernverband sind und bleiben die Abbaupläne deshalb ein No‐Go.

Das Projekt des Bundesrats ist in der jetzigen Form politisch nicht mehrheitsfähig und gescheitert.

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Der Vorstand des Schweizer Bauernverbands (SBV) befasste sich nach verschiedenen Gesprächen und Diskussionen im Parlament erneut mit dem Sparvorhaben von 40 Millionen Franken bei der landwirtschaftlichen Forschungsanstalt Agroscope. Er erachtet die Forschung als wichtiger denn je.

Denn die Landwirtschaft ist mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, bei denen sie deren Unterstützung braucht: Forschung im Rahmen Klimawandel, Reduktion Pflanzenschutz, Steigerung der Ressourceneffizienz oder Stärkung der Tiergesundheit sind nur einige Beispiele dafür. Die Abbaupläne würden zwangsläufig auch eine Reduktion der Forschungsinhalte mit sich bringen, was absolut kontraproduktiv wäre.

Das Projekt des Bundesrats in der jetzigen Form ist politisch nicht mehrheitsfähig und gescheitert. Der SBV hält deshalb nochmals fest: Nicht eine Schwächung, sondern im Gegenteil eine Stärkung von Agroscope ist nötig!

Rückfragen:
Markus Ritter, Präsident SBV, 
Mobile 079 300 56 93
Jacques Bourgeois, Direktor SBV, 
Mobile 079 219 32 33
Francis Egger, Leiter Wirtschaft, Bildung & Internationales SBV, 
Mobile 079 280 69 66
Martin Rufer, Leiter Produktion, Märkte & Ökologie SBV, 
Mobile 078 803 45 54
www.sbv‐usp.ch

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CUENDET KUNSTGALERIE - Aktuelles

Im Elgger Dorfkern gelegen bietet die CUENDET KUNSTGALERIE seit März dieses Jahres ein reiches internationales Angebot an Kunstwerken vom 18. bis zum 20. Jahrhundert zum Verkauf an. Die Kunden erhalten Werke in hoher Qualität und in einwandfreiem Zustand. Ein Schwerpunkt liegt bei der Schweizer Kunst des 19. Jahrhunderts, ein anderer bei der deutschen Kunst derselben Epoche.

Nehmen wir als Beispiel den Westschweizer Künstler François Bocion (1828 – 1890), bis heute einer der prominentesten Maler des Lac Léman, der mit seinen frühimpressionistischen Ölstudien oder seinen grossformatigen Salonstücken die differenzierte Farbigkeit des Sees mit seinen feinen Nuancen erfasste. Bocion wuchs in Lausanne auf, erhielt ersten Zeichenunterricht bei C.G. Steinlen, verbrachte später einige Zeit in Paris wo er u.a. im Atelier seines Landsmannes Charles Gleyre verkehrte. Später wurde er in die l’Ecole industrielle de Lausanne als Zeichenlehrer berufen. Es entstand ein reiches Werk der Landschaftsmalerei mit den Themenschwerpunkten Lac Léman, Venedig und Côte d’Azur, welches fast in sämtlichen Schweizer Museen vertreten ist.

In der Kunstgalerie werden zurzeit einige sehr schöne Exponate seines Schaffens vorgestellt. So eine Ansicht bei Le Bouveret auf der Südseite des Genfersees auf Montreux mit dem Dent de Jaman und den Rochés de Naye.

Weitere Schweizer Künstler, die angeboten werden sind u.a. Alexandre Calame, Rudolf Koller, Gottfried Steffan, Wolfgang Adam Töpffer und Robert Zünd.

Wolfgang Adam Töpffer

Ausserdem können Kunstwerke des 20 Jh. von Zürcher Künstlern wie Helen Dahm, Adolf Herbst, Robert Lienhard, Henri Schmid, Robert Wehrlin und Rudolf Zehnder erworben werden.

Ein Vertreter der deutschen Kunst ist Jakob Philipp Hackert (1737 - 1807). Er ist einer der bedeutendsten deutschen Landschaftsmaler des frühen Klassizismus. Er begann mit seiner Ausbildung in der Werkstatt seines Vaters und setzte diese später in der Berliner Akademie fort. 1765 reiste er nach Paris, wo er u.a. den Maler Claude Vernet kennenlernte.  1768 rund 3 Jahre später besuchte er erstmals zusammen mit seinem Bruder Italien.

Eine in der Kunstgalerie ausgestellte grossformatige Tuschezeichnung Hackerts weist auf eine bedeutende historische Begebenheit hin.

Philipp Hackert - Emissario di Claudio


Dargestellt sind die Emissario die Claudio, die rund 100 km östlich von Rom liegen. Es handelt sich um die Auslässe eines von Kaiser Claudius begonnenen Entwässerungstunnels zur Wasserregulierung des 1875 trocken gelegten Lago Fucino, dem damals grössten Binnengewässer Mittelitaliens. Im Jahre 52 liess Claudius dort die grösste je stattgefundene Inszenierung einer Seeschlacht auf dem erwähnten See veranstalten, in der tausende von Sklaven in Schiffen gegeneinander zum Kampf antraten. Auch J.W. v. Goethe schreibt über Hackert: «Im Jahre 1774 machte P.H. in Gesellschaft des Raths Raiffenstein eine Reise nach Aquila u. Arezzano, um den Lago Fucino und das höchst merkwürdige Stück der römischen Baukunst, das von Kaiser Claudius zur Ableitung der in einer tiefen Gegend immer angehäuft stehenden Wasser errichtet war, und noch jetzt unter den Namen des emissario di Claudio bekannt ist, zu besehen.»

CUENDET KUNSTGALERIE an der Äusseren Obergasse 2C hat jeweils am Freitag von 9:00 bis 12:30 und von 14:00 bis 18:00 geöffnet (Achtung Ferien vom 27. Juli bis zum 20. August). Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

CUENDET KUNSTGALERIE
Michel Cuendet
Äussere Obergasse 2C
CH - 8353 Elgg
+ 41 (0) 52 366 21 10

© Michel Cuendet


Erich Brändle: Alles in Allem

Erich Brändle Radierung "Geisslibach"

Presseinformation

Erich Brändle: Alles in Allem

Ausstellung vom:
19.08. – 14.10.2018

Vernissage:
Sonntag 19.08.2018 11:00 Uhr

Begrüssung:
Markus Birk, Stadtpräsident Diessenhofen
August Keller, Präsident Kunstverein Diessenhofen

Laudatio:
Helga Sandl, Direktion und Kuration Museum kunst + wissen

Erich Brändle (*1943) wuchs in Diessenhofen auf. Er lebt und arbeitet seit 1960 in Schaffhausen. Zwischen 1974-2002 lehrte er an der Zürcher Hochschule der Künste. Vielschichtig und durch den hohen Grad an Reflektion gewinnen seine Kunstwerke eine philosophische Größe und Intensität, die sich an der Kleinheit der Formate bricht. Diese Spannung gewollt, sie gehört zum künstlerischen Konzept.

Erich Brändle Bleistift-Aquarell "Schwäne"

Eine Auswahl aus seinem umfangreichen zeichnerischen Werk bildet den Mittelpunkt der Ausstellung. Auf einzigartige Weise zeigt sich hier, wie der Künstler in der Auseinandersetzung mit Vorbildern sein eigenes künstlerisches Universum kreiert. Im Nachspüren alter Meister entfaltet er epochen- und stilübergreifende strukturelle Ordnungsmuster von beeindruckender Kohärenz. Durch visuelle Verknüpfungen und Assoziationen lässt er zwischen Original, Zitat und Verfremdung arabeskenhaft die Verwandtschaft alles Sichtbaren aufscheinen. Die Ausstellung «Alles in Allem» zeigt auf eindrucksvolle Weise die Einheit in der Vielheit des Sichtbaren. Verdichtet hallt auch im kleinsten Fragment virtuos die Welt als Ganzes wider.

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Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Die Ausstellung ist die erste gemeinsame Ausstellung des Kunstvereins Diessenhofen und des Museums Kunst + Wissen Diessenhofen.

Sonderveranstaltungen

Lesung
SO 02.09. 15 Uhr
Der Autor und Kurator Felix Graf liest aus seinen literarischen Tagebüchern

Museumsnacht
Samstag 15.09.2018 18 - 24:00 Uhr
Erich Brändle bittet zu «Tisch»
Offene Gesprächsrunde mit dem Künstler bei Wein und Speis

Finissage
Sonntag 14.10.2018 16:00 Uhr
Jennifer Burkhard, Kuratorin Gegenwartskunst, Museum zu Allerheiligen Schaffhausen, führt im Gespräch mit Erich Brändle durch die Ausstellung

Öffnungszeiten
Samstag 15 - 18:00 Uhr
Sonntag 14 - 18:00 Uhr

 

Museum kunst + wissen Diessenhofen
Museumsgasse 11
8253 Diessenhofen
Führungen nach Vereinbarung

 

 

Kontakt:
museum@diessenhofen.ch
info@kunstverein-diessenhofen.ch

 

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Als Detektiv Diessenhofen erkunden


Schatzsucher aufgepasst:

Seit Ostern ist in Diessenhofen eine Schatztruhe versteckt. Die sogenannten Detektiv-Trails sind ein Rätselerlebnis für Familien, Vereine, Paare, Schulen und Firmenausflüge: Schatzkarte herunterladen, Rätsel lösen, Schatztruhe finden und sich seinen Sofortpreis sichern, so einfach geht das. Dabei erfahren die Schatzsucher erst noch viel Wissenswertes über die Region.

Schweizweit sind bereits über zehn solche Trails in Betrieb und ebenso viele stehen vor ihrer Eröffnung.

Startpunkt Bahnhof Diessenhofen

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Die Schatzsuche be­ginnt am Bahnhof Diessen­hofen, wo die Teilnehmer das erste Rätsel lösen.

Anschliessend gilt es, den beschriebenen Spuren und Wegbeschreibungen zu folgen.

Dabei kommen die Teil­nehmer immer wieder an Rätselposten vorbei, wo wei­tere Rätsel warten, die durch Hinweise an diesem Ort gelöst werden können. Ein Start ist dabei jederzeit und ohne Voranmeldung möglich.

Rätsel lösen, Schatztruhe finden, Preis erhalten

Am Ende der Route finden die Detektive eine Schatztruhe. Der vierstellige Zahlencode zur Öffnung der Schatztruhe errechnet sich aus den Lösungen der einzelnen Rätsel. Wenn sich die Schatztruhe öffnet, können die Teilnehmenden den darin enthalten Sofortpreis mitnehmen.

Die Detektiv-Trails sind ein Rätselerlebnis für Familien, Vereine, Paare Schulen und Firmenausflüge und damit gleichermassen für Kinder und Erwachsene konzipiert.

Die Detektiv-Trails kosten CHF 8.- pro Person und die Teilnahme ist ohne Voranmeldung möglich. Ausser, dass man die Öffnungszeiten der Ziel­destination beachten soll­te, kann somit jeder Trail- Absolvierende selbst ent­scheiden, wann die Schatzsuche beginnen soll.

Als App und Print-Version herunterladen oder am Bahnhofkiosk erhältlich

Der Detektiv-Trail kann mit Hilfe der Detektiv-Trail App mit dem Smartphone (iOS und Android) oder mit Hilfe einer ausgedruckten Schatzkarte absolviert werden. Die gedruckte Schatzkarte können Interessierte ab 31. März am Kiosk in Diessenhofen kaufen oder via Internet unter www.detektiv-trails.com herunterladen.

Die Detektiv-Trails sind ein Produkt der MyCityHighlight AG (www.mycityhighlight.com) aus der Schweiz.

MyCityHighlight ist ein interaktiver, aktueller, persön­licher, all-in-one Reiseführer und Reisebegleiter.

Mit seinen Produkten (Website, App, Print-Reiseführer, Audio-Guides, Rätseltouren, Bu­chungs­plattform) bietet MyCityHighlight Reisenden und Einheimischen unvergessliche und besondere Reiseerlebnisse.

Über 600‘000 Personen nutzten und nutzen MyCityHighlight bereits für Ihre Reisevorbereitung und während der Reise selbst.

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